Medizin im Ausland studieren: Geht das auch auf Deutsch?

"Kann ich im Ausland auf Deutsch Medizin studieren“ und „wo kann ich im Ausland ein Medizinstudium auf Deutsch absolvieren“? Wer sich diese Frage stellt, ist keinesfalls alleine denn die beiden Fragen erreichen uns sehr häufig. Viele angehende Medizinstudentinnen und Studenten möchten darüber hinaus auch wissen, ob eventuell die jeweiligen Prüfungen des Medizinstudiums (Humanmedizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin) in deutscher Sprache angeboten werden? Die Antwort auf diese Fragen lautet inzwischen leider: Nein, ein Medizinstudium im Ausland in deutscher Sprache wird an den Universitäten in Bulgarien und Rumänien, leider nicht angeboten. Auch die Prüfungen sowie die Vorlesungen und die Korrespondenz mit den Professoren erfolgen in englischer Sprache. Vor einigen Jahren war das tatsächlich einmal anders: Es gab damals auch die Möglichkeit Medizin im Ausland in deutscher Sprache zu studieren. Das Medizinstudium bzw. die verschiedenen Studiengänge auf Deutsch wurde allerdings aus mehreren organisatorischen und rechtlichen Gründen aufgegeben. Dennoch sind die Universitäten nach wie vor sehr daran interessiert den Medizinstudenten aus Deutschland gute Voraussetzungen für das Medizinstudium (auch auf Englisch) zu bieten.

Apropos aufgeben: Mut, Einsatz, Beharrlichkeit und Durchsetzungsvermögen sind für ein erfolgreiches Medizinstudium überall und grundsätzlich sehr wichtig. Wer also in Deutschland keinen Studienplatz für Medizin ergattern konnte, wie es so oft passiert, und einen Plan B braucht, ist mit einem Medizinstudium im Ausland wirklich gut beraten. Auch wenn wir dieses Medizinstudium inzwischen nicht mehr in deutscher Sprache anbieten oder vermitteln können, sind wir für alle Studentinnen und Studenten der medizinischen Fachrichtungen da und sagen: „Jetzt nicht abschrecken lassen und keinesfalls aufgeben!“ Wer sich der Herausforderung stellt und das Medizinstudium in englischer Sprache in Angriff nimmt, fördert seine späteren Karrierechancen als Ärztin oder Arzt. Die internationale Sprache der Medizin ist nun mal Englisch: Auf internationalen Medizinkongressen wird häufig Englisch gesprochen, der globale Austausch zwischen medizinischen Forschungsinstituten erfolgt mehrheitlich in englischer Sprache und auch wichtige Publikationen und Fachartikel werden nicht nur auf Deutsch veröffentlicht. Unser ehrlicher und aufrichtiger Ratschlag lautet also: Wer ehrgeizig und zukunftsorientiert den beruflichen Weg der Medizinerin oder des Mediziners einschlagen möchte, sollte keinesfalls auf ein Medizinstudium auf Deutsch beharren, sondern jetzt über den Schatten springen, die sprichwörtliche Wohlfühlzone verlassen und das Studium bzw. die gute universitäre Ausbildung in Angriff nehmen und nutzen. Ist der Einstieg in das Studium erst mal geschafft, bei dem wir mit Rat und Tat behilflich sind, ist der Rest des Weges für Studenten der Medizin doch allemal auch zu schaffen und eine prägende Erfahrung für das ganze spätere Leben.

Kann ich Medizin im Ausland studieren und dann innerhalb der Ausbildung nach Deutschland wechseln?

Diese wichtige Frage muss erfahrungsgemäß von zwei Seiten betrachtet werden: Zum einen geht es um die Anerkennung des abgeschlossenen Medizinstudiums an einer ausländischen Universität. Zum anderen geht es um den Wechsel an eine deutsche Universität während des laufenden Medizinstudiums. Auch diesen Fragen zu Anerkennung und Wechsel begegnen wir oft und haben natürlich entsprechend konkrete Antworten.

Wollen wir die zweite Frage zuerst beantworten: Wer sein Medizinstudium an einer Universität im Ausland beginnt, weil im eigenen Jahrgang z.B. die begrenzten deutschen Studienplätze vergeben waren oder man die NC-Kriterien in Deutschland nicht erfüllen konnte, hat eine Chance genutzt und für die berufliche Karriere eine richtige Entscheidung getroffen. Wer aus den unterschiedlichsten Gründen einen Wechsel während des Medizinstudiums nach Deutschland in Erwägung zieht, hat es nicht ganz so einfach. Auch wenn der Wechsel innerhalb der Europäischen Union stattfindet, stellen sich mehrere organisatorische und auch rechtliche Hürden in den Weg. Häufig fordern die Medizin-Universitäten von den Medizinstudenten eine, mit dem eigenen Anspruch und Studiensystem vergleichbare Vorbereitung. Dies muss im Einzelfall geklärt werden und aufgrund der vielfältigen Faktoren eine Prognose bzw. eine Vorausschau schwierig. Auch die Anrechnung aller bereits absolvierter Studienjahre und Prüfungen muss von Fall zu Fall geklärt werden. Ist diese Hürde geschafft, braucht es immer noch frei gewordene Studienplätze. Wenn ein Jahrgang an einer Universität das Medizinstudium geschlossen und vollständig durchzieht, bleibt die Fakultät für externe Zugänge logischerweise versperrt. In der Tat scheiden relativ wenige Medizinstudenten während der späteren Studienjahre an deutschen Universitäten aus. Etwas häufiger finden Wechsel nach dem vierten Studienjahr statt (in diesem Semester endet in Deutschland das sogenannte Physikum). Allerdings ist auch hier Andrang oder die Nachfrage von interessierten Medizinstudenten relativ hoch und die wenigen Studienplätze sind somit umkämpft. Grundsätzlich raten wir also dazu das gesamte Medizinstudium im Ausland zu planen und es zielstrebig durchzuziehen.

Gute Nachrichten haben wir bei der Beantwortung der ersten Frage: Eine Anerkennung des Medizinstudiums an allen Universitäten in Bulgarien und Rumänien bzw. des medizinischen Studienabschlusses im Ausland ist inzwischen kein Problem mehr. Eine Approbation als Ärztin oder Arzt, Medizinerin oder Mediziner ist in allen europäischen Staaten, und in den allermeisten Ländern der Welt problemlos gewährleistet. In einigen außereuropäischen Ländern verlangen die jeweiligen Ärztekammern einzelne Nachprüfungen, gewähren aber danach allerhöchster Wahrscheinlichkeit ebenfalls die Approbation. Nähere Informationen zur internationalen Anerkennung medizinischer Studienabschlüsse an Universitäten im Ausland können wir natürlich gerne vermitteln.

In allen Fragen zum Medizinstudium im Ausland sind wir ein offener und engagierter Ansprechpartner und gerne für interessierte Studentinnen und Studenten da. Wir helfen weiter, wo es nötig ist und organisieren einen bestmöglichen Start ins Studium der Medizin.

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